(Blankenhain) Wenn der Feueralarm schrillt, muss jeder Handgriff sitzen. Um genau das sicherzustellen, verwandelte sich eine Station der Helios Klinik in Blankenhain am Freitagmorgen in ein realistisches Übungsszenario der Freiwilligen Feuerwehr Blankenhain. In enger Kooperation mit der Klinik wurde ein Ernstfall mit Evakuierung geprobt. 

Realitätsnahes Szenario auf leergezogener Station

Die Rahmenbedingungen für die Übung waren ideal: Da eine Station über die Weihnachtsfeiertage leergezogen war, konnte die Feuerwehr dort unter realistischen Bedingungen üben. Mit einer Nebelmaschine wurde ein Zimmer komplett verraucht, während 15 Schüler der Regelschule Blankenhain als Statisten einsprangen. Mit täuschend echt geschminkten Verletzungen und OP-Narben stellten sie Patienten dar, die aus der Gefahrenzone gerettet werden mussten.

„Es ging uns vor allem darum, die Zusammenarbeit im Ernstfall zu testen“, erklärt Marcus Köhler, Wehrführer der Feuerwehr Blankenhain. „Die Klinik konnte so ihre internen Kommunikationswege und Alarmierungsketten prüfen, während wir die Menschenrettung unter Atemschutz trainierten.“

Herausforderung Mensch: Panik und Versteckspiele

Besonderes Augenmerk lag auf der Unberechenbarkeit von Menschen in Notsituationen. Einige Statisten waren angewiesen worden, sich in Panik zu verstecken oder sich den Rettungsmaßnahmen zu widersetzen. „Wir wollten die Realität widerspiegeln“, so Köhler. Für die Feuerwehrleute bedeutete dies eine systematische Suche in den vernebelten Räumen, oft auf allen Vieren, um am Boden noch eine minimale Sicht zu haben.

Starke Präsenz trotz Arbeitszeit

Trotz des Termins am Freitagvormittag konnte die Feuerwehr auf eine beachtliche Mannschaftsstärke zählen. Insgesamt 43 Kameraden aus Blankenhain und fünf weiteren Ortsteilen nahmen an der Übung teil. Dies war nur möglich, da viele Arbeitgeber ihre Mitarbeiter für diesen wichtigen Sicherheitstest freigestellt hatten.

Ein besonderer Dank der Wehrleitung geht an die medizinische Führung des Hauses: Frau Dr. Alina Blümel, Standortleiterin für Anästhesie und Intensivmedizin, unterstützte das Vorhaben maßgeblich und ermöglichte die reibungslose Verzahnung von medizinischem Fachpersonal und technischer Rettung.

Positives Fazit und Ausblick

Mit einer Dauer von rund 80 Minuten blieb die Truppe deutlich unter dem Zeitplan von zwei Stunden. Die Helios Klinik unterstützte das Vorhaben nicht nur durch die Bereitstellung der Räumlichkeiten, sondern auch durch die aktive Einbindung des eigenen Personals, welches regelhaft zum Verhalten im Brandfall geschult wird.

Eine detaillierte Auswertung der Ergebnisse ist für Januar geplant. Doch schon jetzt steht fest: Die Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr und der Helios Klinik funktioniert hervorragend – ein beruhigendes Signal für alle Bürger und Patienten in Blankenhain. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Übung hoffen nun alle Beteiligten auf eine friedliche und einsatzfreie Weihnachtszeit.