(Magdala) Beim 20. Neujahrsempfang im vollbesetzten Mehrzwecksaal zog Bürgermeister Mario Haßkarl eine positive Bilanz. Zwischen soliden Finanzen, großen Bauprojekten und der Vorfreude auf das große Stadtjubiläum standen vor allem die Bürger im Mittelpunkt, die das Herz der Stadt bilden.

(Magdala) Wenn die Ziffern eines Jahres die Summe Zehn ergeben, sprechen Mathematiker von einem „Reset“, so sagte es Magdalas Bürgermeister Mario Haßkarl bei seinem 20. Neujahrsempfang am Sonntagvormittag. Für ihn ist das Jahr 2026 jedoch kein Neustart auf Null, sondern die Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte. Vor zahlreichen Gästen, darunter Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Vereinen, zeichnete er ein Bild einer Stadt, die ihre Hausaufgaben gemacht hat.

Solide Finanzen und ehrgeizige Projekte

Magdala steht wirtschaftlich auf festen Füßen. Die Zeiten der überwachten Haushaltskonsolidierung sind vorbei. Mit einem Guthaben von über 2,5 Millionen Euro bei einer Restschuld von nur 700.000 Euro blickt die Stadt optimistisch nach vorn. „Wir sitzen nicht wie eine Glucke auf dem Geld, sondern investieren in die Zukunft“, betonte Haßkarl. Herzstück der kommenden Investitionen ist das neue Feuerwehrgerätehaus, das mit rund zwei Millionen Euro zu Buche schlagen wird. Es soll am südwestlichen Ende der Lohmaer Straße entstehen. Auch der Breitbandausbau soll 2026 endlich Fahrt aufnehmen.

Das Jubiläumsjahr 2026

Das beherrschende Thema des Vormittags war die 1150-Jahr-Feier der Stadt. Vom 13. bis 20. September 2026 wird Magdala Schauplatz einer Festwoche sein. Erste Flyer liegen bereits aus, und eine neue Stadt-App, die gerade noch in der Entwicklung ist, soll die Bürger über alle Vorbereitungen auf dem Laufenden halten. „Wir wollen dieses Jubiläum zu einem unvergesslichen Höhepunkt unserer Stadtgeschichte machen“, so der Bürgermeister.

Ehre, wem Ehre gebührt: Die neuen Nadelträger

Ein emotionaler Höhepunkt war die Verleihung der Ehrennadeln der Stadt Magdala an verdiente Bürger:

Wolfgang Tittl (Göttern): Für jahreslanges Engagement, von der Organisation der Treffen der Parkinsongesellschaft bis hin zum Erhalt der Geselligkeit im Ortsteil.

Nico Schaffer: Der Stadtbrandmeister wurde für seine lebenslange Treue zur Feuerwehr, sein Mitwirken im Karnevalsverein und seine Arbeit im Stadtrat geehrt.

Doris Reinn: Die „Feder“ hinter dem Wasserburgtheater, die den Magdalaern seit Jahren passgenaue Rollen auf den Leib schreibt.

Silvio Michael: Gründungsmitglied des Grottenvereins und kreativer Kopf hinter vielen landschaftlichen Gestaltungen. Zudem ist er ebenfalls sehr aktiv im Karnevalsverein.

Björn Teichmann: Der Mann im Hintergrund, der seit Jahren ehrenamtlich Layouts und Flyer für die Stadt und die Kirche entwirft. In letzterer betreute er jahrelang die IT-Technik in seiner Freizeit.

Karola Schwimmer: Ein Urgestein des Karnevals und des Wasserburgtheaters, deren Lachen aus Magdala nicht wegzudenken ist.

Rainer Stöckel (Göttern): 26 Jahre Mitglied in der Feuerwehr Götterns, 21 Jahre davon als Wehrleiter. Zudem von 2011 bis 2025 tätig im Magdalaer Gemeindekirchenrat. Seit 2009 hat er das Amt des Vorsitzenden der Jagdgenossenschaft inne. Als Wahlhelfer hat er schon unzählige Sonntage im Wahlbüro verbracht.

Dajana Treuter: Sie ist seit vielen Jahren eine leidenschaftliche Stütze des Karnevals und war lange Zeit selbst in der Prinzessinnen-Garde aktiv. Als engagierte Trainerin gibt sie ihr Können an den Nachwuchs weiter und leitet verschiedene Tanzgruppen. Darüber hinaus bringt sie sich aktiv in die Arbeit des neuen Grottenvereins ein und bereichert so das gesellschaftliche Leben der Stadt.

Oliver Engel: Er wurde für sein vielseitiges ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet, das ihm als Mitglied einer traditionsreichen Feuerwehrfamilie bereits in die Wiege gelegt wurde. Er ist seit vielen Jahren aktives Mitglied der Feuerwehr und beweist dort, wie auch in seinem Wirken für den Magdalar Karnevalsclub, stetige Einsatzbereitschaft für die Gemeinschaft. Zusätzlich engagiert er sich als Ersthelfer beim Deutschen Roten Kreuz (DRK), um seinen Mitmenschen in Notsituationen zur Seite zu stehen.

Heiko Boroniec (Göttern): Er wurde für sein langjähriges Engagement im Ortsteil Göttern sowie für seine fachliche Expertise geehrt, die er unter anderem als ehemaliges Mitglied im Bauausschuss des Stadtrats einbrachte. Darüber hinaus war er in den letzten fünf Jahren als verlässliche „helfende Hand“ hinter dem Tresen des Ortsbegegnungszentrums in Göttern aktiv. (in Abwesenheit geehrt).

Otto Poppa: Der Gastredner erhielt die Nadel für seine jahrzehntelange Treue zum Standort Magdala.

Ein Blick von außen

Gastredner Otto Poppa von der am Ort ansässigen Firma Fichter Garten- und Landschaftsbau bestätigte die Attraktivität des Standorts. Er lobte die kurzen Entscheidungswege und die logistischen Vorteile durch die A4. Sein Unternehmen, das deutschlandweit Großprojekte realisiert, bleibt Magdala auch nach 35 Jahren treu und wächst stetig weiter.

Die musikalische Umrahmung der Veranstaltung wurde von Elisabeth Apel und Andreas Kuch gestaltet. Haßkarl hob in seiner Dankesrede hervor, dass Elisabeth Apel bereits seit ihrer Kindheit mit der Geige bei den Neujahrsempfängen der Stadt auftritt.