(Blankenhain) Ein lautes Klopfen, präzise Kommandos und ein eingespieltes Team: Am frühen Donnnerstagabend verwandelte sich der Blankenhainer Marktplatz wieder in einen Schauplatz. Pünktlich ab 17:00 Uhr machten sich 14 tatkräftige Kameraden und Kameradinnen der Freiwilligen Feuerwehr daran, das weithin sichtbare Symbol des Frühlings aufzurichten – eine Tradition, die auch in der „Lindenstadt“ tief verwurzelt ist.
Knapp eine Dreiviertelstunde dauerte es, bis der stattliche Baum gesichert in seiner Halterung stand. Was für Zuschauer spektakulär aussieht, ist für die Beteiligten echte Präzisionsarbeit. „Es ist immer ein wenig schwierig, da der Baum direkt aus der Waagerechten hochgezogen werden muss“, erklärte Wehrführer Marcus Köhler . Doch die Routine siegte: Da meist dieselben Kameraden der Feuerwehr und Helfer des Vereins zupacken, weiß jeder Handgriff.
Vorbereitung über Tage im Hintergrund
Obwohl das Aufstellen selbst zügig verlief, begann die Arbeit für das Team bereits Tage zuvor. Schon am Montagabend wurde die Baumspitze frisch aus dem Wald geholt und der Stamm fachgerecht vorbereitet. Auch der Kranz wurde in Eigenregie gebunden, sodass am Donnerstagabend alles für den großen Moment bereitlag.
Eine Tradition für Generationen
Für viele Blankenhainer ist das Maibaumsetzen weit mehr als nur ein Termin im Kalender. Einer der Beteiligten erinnerte sich im Gespräch: „Ich kenne das schon als Kind. Damals haben wir den Baum noch aus den Fenstern des Zentralgebäudes herausgezogen.“ Abgesehen von der Zwangspause während der Corona-Pandemie ist dieses Fest eine Konstante im Stadtleben, die Jung und Alt zusammenbringt.
Geselligkeit bis in den Abend
Nachdem der Baum sicher in den Himmel ragte, ging der Abend in den gemütlichen Teil über. Ein eigenes „Bratwurst-Team“ sorgte für die Verpflegung der Helfer und der Bürger. Bei kühlen Getränken und Fachsimpeleien über die beste Technik beim Aufstellen genoss die Gemeinschaft bis gegen 19:00 Uhr das Beisammensein, bevor der Marktplatz wieder in den Ruhezustand versetzt wurde.
Derweil ging es auf zahlreichen Ortsteilen der Gemeinde noch gesellig weiter.


















































