Feuerwehr Bad Berka rückt zu Kellerbrand in der Trebestraße aus – Entstehung giftiger Dämpfe macht Gebäude vorübergehend unbewohnbar

(Bad Berka) Ein Brand von Werkzeugakkus in einem Keller hat am Donnerstagabend zu einem mehrstündigen Feuerwehreinsatz in der Trebestraße geführt. Das betroffene Wohngebäude musste aufgrund der Rauchentwicklung und entstehender giftiger Dämpfe als vorübergehend unbewohnbar eingestuft werden.

Schnelle Brandbekämpfung verhindert Schlimmeres

Gegen 20:22 Uhr ging bei der Freiwilligen Feuerwehr Bad Berg der Alarm der Leitstelle Weimarer Land ein. „Das initiale Stichwort war dunkler Qualm aus dem Keller“, berichtet Wehrführer Florian Ersfeld am Einsatzort. Bei der ersten Erkundung stellten die Einsatzkräfte fest, dass ein oder mehrere Werkzeugakkus in Brand geraten waren.

„Es war noch ein Entstehungsbrand mit Flammenbildung. Wir konnten dann relativ zügig mit einem Trupp unter schwerem Atemschutz mittels Kleinlöschgerät die Flammen bekämpfen und die Akkus zur Restablöschung nach draußen bringen „, erklärt Ersfeld.

Ein aufmerksamer Nachbar hatte bereits vor Eintreffen der Feuerwehr einen Pulverlöscher eingesetzt und so möglicherweise eine weitere Ausbreitung des Brandes verhindert.

Giftige Dämpfe erfordern intensive Belüftung

Besonders problematisch bei Akkubränden sind die entstehenden Schadstoffe. „Wenn es sich um Akkus handelt, hat man natürlich immer eine enorme Rauchentwicklung durch diese ganzen Kunststoffe, die da verbrennen“, so Ersfeld. „Es entsteht bei Lithium-Akkus auch hochgiftige Flusssäure, die sich im Dampf oder Qualm löst.“

Aus diesem Grund führten die Einsatzkräfte stundenlang Belüftungsmaßnahmen durch und nahmen Messungen vor, um schädliche Gase im Gebäude auszuschließen. Der Brand hatte zudem einen Verteilerkasten der Photovoltaikanlage beschädigt, was zusätzliche Stromprobleme verursachte.

Bewohner müssen vorerst ausquartiert werden

„Theoretisch haben die Bewohner heute Nacht ihr Haus erstmal nicht wieder betreten“, erklärt Ersfeld. Grund dafür seien sowohl die möglichen Schadstoffrückstände als auch die Stromproblematik. „Wir stufen das Gebäude momentan als unbewohnbar ein.“

Vom Einsatzort mussten neben den verbrannten Akkus auch eine teils verbrannte Waschmaschine und ein kleiner Elektrorollstuhl ins Freie gebracht werden.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Eine Schadenshöhe steht zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht fest.