(Tannroda) Am Mittwochnachmittag kurz nach 14 Uhr wurde der Gefahrgutzug Weimarer Land zur Grundschule Tannroda alarmiert. Mitarbeitende des Horts hatten einen ungewöhnlichen Geruch wahrgenommen, den sie als Rauch- oder Brandgeruch beschrieben, der an verschmorte Kabel erinnerte. Eine Kollegin, die selbst Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr ist, äußerte zusätzlich den Verdacht auf Gasgeruch. Diese Information wurde bei der Alarmierung der Leitstelle weitergegeben.
Die Kinder wurden umgehend evakuiert. Bereits beim Eintreffen der ersten Fahrzeuge kontrollierten die Einsatzkräfte die Räume mit einem Detektor auf austretendes Gas. Das Messergebnis fiel negativ aus. Bei der weiteren Ursachensuche stießen die Kameraden auf einen Elektroherd, bei dem nach Einschätzung der Feuerwehr ein technischer Defekt vorlag. Die Situation galt damit zunächst als geklärt.
Die Feuerwehr Tannroda belüftete das Gebäude abschließend mit einem Hochleistungslüfter und öffnete alle Fenster, bevor die Kameraden zu ihrem Standort zurückkehrten.
Während des Einsatzes informierte eine Hort-Mitarbeiterin die eintreffenden Eltern vor dem Schulgebäude über die Lage und den Aufenthaltsort der Kinder. Nachdem Entwarnung gegeben worden war, kehrten die Kinder auf das Schulgelände zurück.
Doch der Einsatz hatte ein Nachspiel: Als die Mitarbeiterin anschließend gemeinsam mit dem Hausmeister die Küche betrat, um Aufräumarbeiten vorzunehmen, fiel ihr beim Wiederanschließen des Kühlschranks ein ungewöhnliches Knistern auf. Kurz darauf stellte der Hausmeister fest, dass aus dem Gerät Funken schlugen und Rauch austrat. Damit war klar: Nicht der Herd, sondern der Kühlschrank war die eigentliche Ursache des Vorfalls. Durch die erneute Aufmerksamkeit der Mitarbeitenden konnte ein möglicher Brand frühzeitig erkannt und größerer Schaden verhindert werden.



