(Weimarer Land) Eine kilometerlange Dieselspur hat am Mittwochmittag die Feuerwehren im südlichen Weimarer Land auf den Plan gerufen. Die Verunreinigung erstreckte sich über mehrere Abschnitte und zog sich schließlich bis auf das Gelände des ehemaligen Mineralwollewerkes (MiWo) in Bad Berka.

Aufgrund der Ausdehnung der Spur waren zahlreiche Einsatzkräfte gefordert. Neben den Feuerwehren aus Eichelborn und Mönchenholzhausen rückten auch die Kameraden aus Nohra, Isserroda, Troistedt sowie die Feuerwehr Bad Berka samt ihrer Ortsteile aus, um die Gefahrenstellen abzusichern und abzuarbeiten.

Spezialmittel gegen die Ölspur bei Regen

Der einsetzende Regen erschwerte die Arbeiten zum Teil, da sich Kraftstoff auf nasser Fahrbahn schnell verteilt und eine gefährliche Rutschbahn bilden kann. Um den Kraftstofffilm wirksam abzustumpfen, spritzten die Einsatzkräfte die betroffene Strecke mit dem Spezialmittel BioVersal ab.

Gezielter Schutz für die Kanalisation

Besonderes Augenmerk galt dem Umweltschutz im Bereich von Bad Berka. Um zu verhindern, dass der ausgelaufene Diesel in die Kanalisation gespült wird, griffen die Kameraden zu vorsorglichen Maßnahmen: Mit Bindemittel schütteten sie gezielt kleine Dämme um die Straßeneinläufe auf. Dadurch konnte ein Eindringen des Kraftstoffs in die Abwasserschächte erfolgreich verhindert werden.