(Tannroda) Am Donnerstagmittag kam es im Bad Berkaer Ortsteil Tannroda zu einem tragischen Vorfall und einem kräftezehrenden Einsatz für die Rettungskräfte. Im Obergeschoss eines stark vermüllten Stallgebäudes wurde eine Person unter Unrat verschüttet aufgefunden. Für sie kam jede Hilfe zu spät; sie konnte im weiteren Verlauf des Einsatzes nur noch tot geborgen werden.
Der Alarm ging um 12:18 Uhr bei der Freiwilligen Feuerwehr Tannroda sowie der Stützpunktfeuerwehr Bad Berka ein. Das Einsatzstichwort ließ bereits Schlimmes erahnen: „Altes Stallgebäude, verschüttete Person, vermutlich tot“. Wie Sebastian Schneider, Einsatzleiter der Feuerwehr Tannroda, berichtete, rückte seine Mannschaft umgehend mit einem Löschgruppenfahrzeug aus. Als sie am Einsatzort eintrafen, befanden sich bereits Notarzt und Rettungsdienst vor Ort.
Massive Hindernisse bei der Erkundung
Die Lageerkundung stellte die Retter vor massive Probleme. Der reguläre Zugang zur betroffenen Etage über den Treppenaufgang war schlichtweg unmöglich. „Über die Treppe und die Tür kamen wir direkt gar nicht heran“, schilderte Schneider den Ablauf. Die Einsatzkräfte mussten daher improvisieren und sich über eine Steckleiter Zugang zur oberen Etage über eine Luke an der Front verschaffen.
Was die Einsatzkräfte dort antrafen, glich einer Müllhalde. Das komplette obere Stockwerk war offensichtlich über lange Zeit hinweg als Lager genutzt worden. Der Bereich sei extrem zugemüllt. Um überhaupt zu der verschütteten Person vordringen zu können, mussten die Feuerwehrleute mühsam Säcke, Kisten und Berge von Unrat beiseite räumen.
Feuerwehr im Schutzanzug
Nachdem sich die Trupps den Weg im Schutzanzug freigekämpft hatten, räumten sie einen Radius von etwa zwei Metern um den Fundort der Person frei. An diesem Punkt wurde die direkte Bergung zunächst gestoppt, um der Kriminalpolizei die Spurensicherung zu ermöglichen und mögliche Hinweise nicht zu zerstören.
Bergung mit der Drehleiter
Die Kameraden der Feuerwehr Bad Berka unterstützten mit Personal und brachten zudem zu Einsatzbeginn eine Drehleiter in Stellung. Über eine Luke konnte die verstorbene Person schließlich mithilfe einer Schleifkorbtrage sicher nach unten transportiert und an die Kriminalpolizei übergeben werden.
Nach gut zwei Stunden intensiver Arbeit war der Einsatz für die Feuerwehren gegen 14:00 Uhr offiziell beendet. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei zu den genauen Umständen, die zu dem Tod und der Verschüttung der Person geführt haben, dauern derzeit an.











