(Südkreis Weimarer Land) Ein massiver Dieselaustritt durch einen Linienbus löste am Samstag einen der umfangreichsten Reinigungseinsätze der letzten Jahre im Südkreis Weimar aus. Die Serie der Ereignisse nahm ihren Anfang in Blankenhain, wo die Feuerwehr bereits um 9:39 Uhr zum ersten Einsatz ausrückte. Nach ersten Erkenntnissen verlor der Bus auf seiner Tour in Richtung Weimar eine erhebliche Menge Kraftstoff, wobei er die Strecke offenbar nicht nur einmal passierte, sondern nach aktuellem Kenntnisstand auch wieder zurückfuhr. Wo genau die Fahrt und damit die Dieselspur ihr endgültiges Ende fand, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar.
Die Wetterlage am Einsatztag erschwerte die Situation erheblich, da das Tauwasser des schmelzenden Schnees die Fahrbahnen nass hielt. Dies begünstigte eine massive Ausbreitung des Kraftstoffs, sodass der Diesel auf der Strecke teilweise über die gesamte Breite der Fahrspur verlief. In der Kurstadt Bad Berka zog sich die Spur durch zahlreiche Straßen, wobei die Verschmutzung am Busbahnhof sowie im Bereich der Feuerwehr und am Zeughaus als besonders schwerwiegend eingestuft wurde. Über das Stadtgebiet hinaus erstreckte sich die Gefahr auch auf die umliegenden Verbindungswege; so sicherte die Feuerwehr Bad Berka unter anderem Gefahrenstellen in Richtung Legefeld ab, beispielsweise im Bereich der Rauschenburg, wo die Fahrbahn ebenfalls abgestreut werden musste.
Um die kilometerlange Gefahrenstrecke zu sichern, waren zahlreiche Kräfte der Feuerwehren aus Blankenhain, Bad Berka mit sämtlichen Ortsteilen sowie Einheiten aus der Stadt Weimar im Einsatz. Während die Feuerwehren die Erstabsicherung und das Abstreuen kritischer Punkte übernahmen, wurde für die technische Säuberung eine spezialisierte Reinigungsfirma durch die Stadt angefordert. Die Fachfirma begann am Mittag in Bad Berka mit den aufwendigen Arbeiten, da ein einfaches Abstreuen aufgrund des großflächigen Wasser-Diesel-Gemisches nicht ausreichte. Mit einem spezialisierten Absaugfahrzeug arbeiteten die Einsatzkräfte der Firma bis tief in die Nacht, um schätzungsweise über 12.000 Liter des Wasser-Diesel-Gemisches von der Bundesstraße 85 und den betroffenen Stadtstraßen abzusaugen.







