Ein Lkw-Fahrer entdeckte am Mittag eine Rauchentwicklung nahe einem Steinbruch bei Kleinlohma. Während die Rettungskräfte den Waldbrand löschten, sorgte eine zweite Rauchsäule für einen Großeinsatz samt Polizeihubschrauber.

(Blankenhain / Kleinlohma) Gegen 12:45 Uhr alarmierte die Rettungsleitstelle des Weimarer Landes die Feuerwehr Blankenhain sowie die Ortsteilfeuerwehren Kesslar-Lotschen, Kleinlohma und Großlohma. Ein Lkw-Fahrer, der gerade das Gelände des Steinbruchs in Richtung Kleinlohma verlassen hatte, hatte den aufsteigenden Rauch im angrenzenden Waldgebiet bemerkt und umgehend Alarmgeschlagen.

Schneller Löscherfolg und Aufwändige Nachlöscharbeiten

Die ersten Einsatzkräfte trafen nach wenigen Minuten an der Einsatzstelle ein. Um rasch zum Brandherd vorzudringen, schnitten die Kameraden zunächst einen Zugang durch den dicht bewachsenen Waldrand frei und bauten zeitgleich die Erstversorgung mit Löschwasser auf. Mit dem Eintreffen der Feuerwehr Blankenhain wurde die Wasserversorgung stabilisiert und Wasser direkt in das Löschfahrzeug der Lohmaer Kameraden eingespeist. Unterstützt wurde die Löschwasserversorgung mit zwei 10.000 Liter fassenden Wasserfässern. Eines wurde unmittelbar nach Einsatzbeginn vom Betriebsleiter des Steinbruchs vor Ort bereitgestellt, das Zweite kam von der Agrargenossenschaft zum Bereitstellungsraum nach Müllershausen.

Durch das zügige Eingreifen war das Feuer relativ schnell unter Kontrolle und konnte abgelöscht werden. Im Anschluss begann die zeitaufwendige Suche nach Glutnestern im Waldboden, die akribisch freigelegt und abgelöscht werden mussten, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern.

Rätselhafte zweite Rauchsäule löst Luftsuche aus

Noch während die Löscharbeiten am Steinbruch liefen, entdeckten die Einsatzkräfte rund zwei Kilometer nordwestlich eine weitere Rauchsäule, die über den Baumkronen aufstieg. Ein Trupp machte sich umgehend auf den Weg, um die Ursache zu lokalisieren. Da das Gelände vom Boden aus schwer einsehbar war und der Ursprung nicht zweifelsfrei ausgemacht werden konnte, wurde ein Hubschrauber der Polizei Thüringen nachgefordert. Dieser suchte das Waldgebiet aus der Luft ab.

Für den Fall eines zweiten Waldbrandes forderte die Einsatzleitung vorsorglich die restlichen Ortsteile sowie die Feuerwehren aus Magdala und Mellingen als Unterstützung nach.  Als Bereitstellungsraum diente die Gaststätte „Müllershausen“, während ein Teil der Einsatzfahrzeuge auf den Kötsch zum Carolinenturm verlegte, um von dort aus Ausschau zu halten.

Kripo ermittelt zur Brandursache

Nach etwa 45 Minuten intensivster Suche aus der Luft und am Boden konnte kein weiteres Feuer festgestellt werden, woraufhin die Suchmaßnahmen ergebnislos eingestellt wurden.

An der ursprünglichen Einsatzstelle am Steinbruch konnten die Feuerwehrkräfte ihren Einsatz schließlich erfolgreich beenden. Die Kriminalpolizei hat vor Ort die Ermittlungen aufgenommen, um die Ursache für den Brandausbruch im Wald zu klären.