In Großschwabhausen führte ein Unfall bei Glasfaserverlegung zu stundenlanger Sperrung und Evakuierung von 20 Personen und Haustieren.

(Großschwabhausen) Bei Bauarbeiten zur Glasfaserverlegung ist am heutigen Montagmorgen in Großschwabhausen eine Gashauptleitung beschädigt worden. Der Vorfall ereignete sich in der Straße „Über dem Anger“. Um 10:01 Uhr schrillte der Einsatzalarm für die Rettungskräfte. Etwa 20 Anwohner mussten aufgrund des Lecks umgehend ihre Häuser verlassen und wurden vorübergehend im örtlichen Gemeindesaal untergebracht. Zudem wurden mehrere Haustiere evakuiert.

Hauptleitung mit Erdrakete beschädigt

Nach Angaben von Thomas Große, Gemeindebrandmeister von Großschwabhausen und Einsatzleiter, wurde die Leitung bei den Tiefbauarbeiten mit einer sogenannten Erdrakete stark beschädigt. „Jetzt haben wir eine massive Ausströmung von Gas“, erklärte Große vor Ort. „So wie es mir jetzt auf den ersten Blick scheint, ist es die Hauptleitung.“

Die Reparaturarbeiten gestalteten sich komplizierter als zunächst angenommen. „So einfach ist es nicht“, sagte der Gemeindebrandmeister zur Schadensbehebung. Bauarbeiter mussten die Straße an zwei Stellen, vor und nach dem Schaden, aufgraben, um Schieber zu setzen und die Gasleitung abzudrücken.

Vier Stunden Reparaturzeit veranschlagt

Als Sicherheitsmaßnahme wurden alle Anwohner in einem Umkreis von etwa 100 Metern evakuiert. Sie fanden vorübergehend Aufnahme im Gemeindesaal. „Dort werden sie verpflegt und werden dann nach Einsatzende quasi informiert und können dann wieder nach Hause“, erläuterte Große den Ablauf.

Für die Bagger- und Reparaturarbeiten veranschlagte die Einsatzleitung etwa vier Stunden. Die betroffenen Bewohner konnten demnach voraussichtlich gegen 15 bis 16 Uhr wieder in ihre Häuser zurückkehren.

Unterstützung aus dem Weimarer Land

Für die örtliche Feuerwehr stellte der Einsatz eine besondere Herausforderung dar. „Gasaustritte im privaten Haushalt sind schon mal vorgekommen, aber jetzt so in der Größenordnung ist es hier noch nicht vorgekommen“, berichtete Große.

Die Freiwillige Feuerwehr Großschwabhausen erhielt bei dem zeitintensiven Einsatz tatkräftige Unterstützung aus Mellingen, Lehnstedt und Bad Berka sowie vom zuständigen stellv. Kreisbrandinspektor Pascal Dausel. „Da ist man schon froh, dass man solche Unterstützung hat“, betonte der Gemeindebrandmeister abschließend.