Die Blankenhainer Straße „Am Adlungsgarten“ avancierte am Samstagnachmittag völlig ungeplant zum Hotspot für Technikbegeisterte und neugierige Anwohner. Gegen 15:35 Uhr setzte der Rettungshubschrauber „Christoph Thüringen“ auf einer großen Wiese auf. Der Grund für den fliegerischen Zwischenstopp: Ein Notarzt musste dringend zu einer Einsatzstelle in der Nordstadt gebracht werden, da die lokalen Blankenhainer Rettungsmittel zu diesem Zeitpunkt bereits in einem anderen Notfall gebunden waren.

Airbus H145 zieht alle Blicke auf sich

Bereits der tiefe Landeanflug über den Dächern der Stadt sorgte für aufgereihte Hälse. Dem modernen Hubschrauber vom Typ Airbus H145 war die volle Aufmerksamkeit der Blankenhainer gewiss. Entsprechend dauerte es nicht lange, bis die ersten Interessierten am Landeplatz eintrafen – einer recht weitläufigen Wiese, in direkter Nachbarschaft zu einer sichtlich unbeeindruckten Schafherde.

Ein Lebensretter im deutschlandweiten Einsatz

Was viele der staunenden Zuschauer vor Ort gar nicht wussten: Der in Bad Berka stationierte Rettungshubschrauber ist keineswegs nur regional unterwegs, sondern transportiert Patienten im gesamten Bundesgebiet. Für dringende Verlegungen bricht er auch regelmäßig zu Langstreckenflügen auf. So fliegt „Christoph Thüringen“ beispielsweise in gerade einmal 90 Minuten bis nach Hamburg, um Patienten in dortige Kliniken zu transportieren. Nach einem kurzen Tankstopp an der Elbe ist der Airbus nach weiteren 90 Minuten Flugzeit schon wieder einsatzbereit an seinem Thüringer Stützpunkt zurück.

Cockpit-Blick für kleine und große Fans

Während der Notarzt seine Arbeit verrichtete, wurde der Hubschrauber am Boden kurzerhand zum Ausflugsziel für die ganze Familie. Der Pilot stand den wissbegierigen Zaungästen geduldig Rede und Antwort und beantwortete fachkundig alle Fragen zur Fliegerei. Damit Groß und Klein einen Blick ins Innere werfen konnten, standen die vorderen Cockpittüren weit offen. Die Münder der jüngsten Blankenhainer standen dabei mindestens genauso weit offen wie die Hubschraubertüren – schließlich kommt man einem solchen Giganten der Lüfte nur selten so nah.

Bilderbuchstart zurück zur Basis

Knapp eine halbe Stunde später war der medizinische Einsatz vor Ort beendet. Der Patient wurde bodengebunden mit einem Rettungswagen in die nahegelegene Zentralklinik Bad Berka transportiert. Für „Christoph Thüringen“ hieß es damit wieder: Ready for Take-off. Mit einem Bilderbuchstart vor strahlend blauem Himmel, Schäfchenwolken und Sonnenschein hob der Airbus ab und kehrte zu seinem Stützpunkt nach Bad Berka zurück. Zurück blieben jede Menge begeisterte Gesichter und Blankenhainer Kinder, die ihren Freunden nun eine ganz besonders spannende Geschichte zu erzählen haben.